Erfahrungsbericht aus Southern Taiwan University

Erfahrungsbericht Jessy:

Frage 1: Wann warst du in China? Welche Universität hast du besucht? Wie gut war dein Chinesisch zu Beginn des Aufenthalts, bzw. in welchem deutschen Studienabschnitt bist du nach China gegangen?

  • Im Wintersemester 2015/2016 war ich in Taiwan an der Southern Taiwan University in Tainan. Dort habe ich einen Teils meines Masters verbracht. Da ich zu vor ein Praktikum in Beijing gemacht hatte und in Deutschland noch zwei Semester Chinesisch belegt hatte, war mein Chinesisch wahrscheinlich auf HSK-3 Niveau.

Frage 2: Wie groß war deine Klasse? Wie viele Kommilitonen hattest du?

  • Meine Chinesisch-Klasse hatte ca. 15 Studenten. Ich habe nicht nur Chinesisch in Tainan belegt. Die anderen Klassen waren größer etwa zwischen 30-50 Personen.

Frage 3: Wie viele Lehrer hattest du? Wie würdest du die Unterrichtsleistung der Lehrer einschätzen?

  • Ich hatte 2 Chinesischlehrer. Die eine Lehrerin war sehr gut, nur war ihr Buch auf Kinder ausgerichtet. Dies machte den Unterricht ein bisschen weniger interessant. Die andere Lehrerin hat uns behandelt wie Kinder, jedoch war ihr Buch besser.

Frage 4: Kannst du uns kurz einen normalen Unterrichtsablauf schildern?

  • Unterricht beinhaltete Texte lesen, Fragen beantworten, Texte auswendig lernen, Präsentationen halten und Spiele spielen.

Frage 5: Wie zeitintensiv war dein Kurs in der Vor- und Nachbereitungszeit? Wie oft hast du Prüfungen geschrieben und wie schwer waren diese?

  • In Taiwan benutzt man noch die traditionellen Zeichen. Dies führte dazu, dass ich viele Schriftzeichen noch ein Mal lernen musste. Zeitaufwand, besonders beim Vokabeln lernen, war sehr hoch. Ich würde schon sagen, dass ich fast jeden Tag 2 Stunden dran saß. Wir schrieben jede Woche 1-2 Vokabeltests. Prüfungen waren relativ schwer. Es wurden teilweise Sachen abgefragt, die wir nicht wirklich durchgenommen haben.

Frage 6: Hast du Lernfortschritte gemerkt? Hast du außerhalb des Unterrichts viel Chinesisch gesprochen?

  • Ich habe mein Vokabular im Bereich Essen sehr aufpoliert. Ich konnte fast jedes heimisches Obst auf (Taiwan) Chinesisch (es gibt ein paar unterschiedliche Bezeichnungen z.B. ist Tudou eine Erdnuss). Ansonsten muss ich sagen, dass ich in Beijing viel mehr Chinesisch gesprochen habe. In Taiwan spricht man sehr viel Englisch.

Frage 7: Wie würdest du deinen Sprachkurs insgesamt bewerten? Gab es besonders positive oder negative Aspekte?

  • Die eine Lehrerin war sehr negativ zu beurteilen. Sie hat uns fast nichts beigebracht, wir mussten Texte auswendig lernen und die Klausuren waren sehr anders und sehr sehr schwer.

Frage 8: Was würdest du Studierenden raten, die nach einer geeigneten Universität in China suchen? Auf was hast du in deiner Universitätswahl besonders geachtet?

  • Ich habe darauf geachtet wohin ich umsonst kann. Viele Partneruniversitäten verlangen Studiengebühren, die ich mir nicht leisten konnte. Auf was würde ich achten: Auf deine Prioritäten. Was möchtest du sehen? Wie viel China möchtest du erleben? Wie viel Chinesisch möchtest du in deiner Freizeit sprechen müssen?

Frage 9: Wo warst du untergebracht? Wie lief deine Wohnungssuche ab? Warst du mit deiner Unterkunft zufrieden?

  • Ich lebte im Dorm. Dort konnte man sich entscheiden ob man sein Zimmer mit einer oder drei Personen teilen möchte. Es ist darauf zu achten, dass extrem zwischen Männer und Frauen geteilt wird. Man kann nicht einfach mal einen Freund besuchen gehen.

Frage 10: Wie hast du deinen Sprachkurs vor Abflug organisiert? Hattest du ein Stipendium? War dein Aufenthalt Teil eines Austauschprogramms oder hast du ihn selbst organisiert?

  • Ich hatte das Promos-Stipendium (es hat jetzt einen anderen Namen). Es war Teil eines Austauschprogramms meiner Hochschule. Da kein Auslandsaufenthalt in meinem Studium vorgesehen war, musste ich ab dem ersten Mastersemester sehr für einen Auslandsaufenthalt kämpfen.

Frage 11: Wie sah dein Alltag außerhalb der Uni aus?

  • Jeder hat einen Taiwanesischen Buddy bekommen. Diese haben einen rumgeführt. Es wurden Ausflüge in Taiwanesische Familien organisiert. Sehr viel Kultur konnte gesehen würden.

Frage 12: Als wie hilfreich würdest du den Aufenthalt für dein weiteres Studium in Deutschland bewerten?

  • Mein Studium in Deutschland war eigentlich fertig. Ich würde sagen es hat mir fürs Studium nichts gebracht, persönlich aber viel

Frage 13: Was war dein schönster Moment in China? Was dein schlimmster? Was vermisst du am meisten und was überhaupt nicht?

  • Mein schlimmster und bester Moment in China passierten mir während meines Praktikums in Beijing. Zu nächst mein bester Moment: Ich hatte meine Kamera daheim vergessen und konnte noch kein Wort chinesisch. Deswegen dachte ich, dass ich mir eine Kamera im Walmart kaufen gehe. Dort wollte ich mit meiner Kreditkarte zahlen. Wie auch in Deutschland zahlt man in China hauptsächlich mit seiner Bankkarte. Die Dame fragte mich nach meinem Pin (was ich natürlich nicht verstand und das meine Kreditkarte auch nicht hatte). Es ging ein bisschen hin und her. Auf ein Mal sprach mich der Herr hinter mir im gebrochenen Englisch an und versuchte zu vermitteln, für was ich sehr dankbar war. ER stellte sofort fest, dass ich Deutsche war und sprach im perfekten Deutsch mit mir. Er half uns aus und ich konnte meine Kamera ohne Probleme kaufen.

Erfahrungsbericht Nanjing Normal University

Erfahrungsbericht von Jana:

Frage 1: Wann warst du in China? Welche Universität hast du besucht? Wie gut war dein Chinesisch zu Beginn des Aufenthalts, bzw. in welchem deutschen Studienabschnitt bist du nach China gegangen?

  • Ich bin während meines Bachelorstudiums (Sommer 2014 – Sommer 2015) nach Nanjing, an die Nanjing Normal University/Nanjing Shifan Daxue, gegangen. Mein Chinesisch Level war zwischen HSK 3 und HSK 4.

Frage 2: Wie groß war deine Klasse? Wie viele Kommilitonen hattest du?

  • ca. 30

Frage 3: Wie viele Lehrer hattest du? Wie würdest du die Unterrichtsleistung der Lehrer einschätzen?

  • 2-3 Lehrer pro Semester. Die Unterrichtsleistung war zum Teil sehr schwach und hat nie mittelmäßig übertroffen.

Frage 4: Kannst du uns kurz einen normalen Unterrichtsablauf schildern?

  • Erklärung von neuen Vokabeln (Nachsprechen, Satzbildung), Dauer ca. 30 Minuten. Text lesen oder hören. Anschließend Aufgaben erfüllen. Nie Dialogübungen mit Mitschülern.

Frage 5: Wie zeitintensiv war dein Kurs in der Vor- und Nachbereitungszeit? Wie oft hast du Prüfungen geschrieben und wie schwer waren diese?

  • Kaum Vorbereitungszeit notwendig. Ca. 2h/Tag zur Nachbereitung. Die Prüfungen waren mittelmäßig schwer, zum Teil lächerlich einfach.

Frage 6: Hast du Lernfortschritte gemerkt? Hast du außerhalb des Unterrichts viel Chinesisch gesprochen?

  • Lernfortschritte nur durch den Unterricht waren sehr gering. Nur Vokabelwissen aufgebessert. Außerhalb des Unterrichts mit Kommilitonen auf Chinesisch kommuniziert (wenn sie kein Englisch gesprochen haben) und mit Leuten auf der Straße, beim Essen, Einkaufen, etc.

Frage 7: Wie würdest du deinen Sprachkurs insgesamt bewerten? Gab es besonders positive oder negative Aspekte?

  • Schulnote: 4. Kaum Interaktion zwischen Lehrern und Schülern. Keine Interaktion zwischen den Schülern während des Unterrichts.

Frage 8: Was würdest du Studierenden raten, die nach einer geeigneten Universität in China suchen? Auf was hast du in deiner Universitätswahl besonders geachtet?:

  • Bewertungen von Sprachunterricht anderer Studenten.

Frage 9: Wo warst du untergebracht? Wie lief deine Wohnungssuche ab? Warst du mit deiner Unterkunft zufrieden?

  • Internationales Wohnheim. Zugeteilt von der Universität. An sich nicht schlecht gewesen: man hat sich das Bad nur mit Mitbewohner geteilt und hatte keine Schließzeiten. Allerdings gab es fast ausschließlich nur internationale Studenten auf dem Campus.

Frage 10: Wie hast du deinen Sprachkurs vor Abflug organisiert? Hattest du ein Stipendium? War dein Aufenthalt Teil eines Austauschprogramms oder hast du ihn selbst organisiert?

  • Sprachkurs war mein Studium, kein anderer Unterricht. Hanban-Stipendium. Selbst organisiert.

Frage 11: Wie sah dein Alltag außerhalb der Uni aus?

  • Abgesehen vom Lernen bin ich viel durch China gereist oder wenn dafür keine Zeit war, habe ich viel mit Kommilitonen unternommen und Nanjing erkundet.

Frage 12: Als wie hilfreich würdest du den Aufenthalt für dein weiteres Studium in Deutschland bewerten?

  • Es hilft einen besseren Einblick in das chinesische Leben zu bekommen/Chinesen zu verstehen.

Frage 13: Was war dein schönster Moment in China? Was dein schlimmster? Was vermisst du am meisten und was überhaupt nicht?

  • Schönster Moment: chinesisches Neujahr mit einer chinesischen Familie zu verbringen. Schlimmster Moment: Massentourismus in entlegenen Bergregionen in Sichuan und Ignoranz der lokalen Bevölkerung gegenüber Umweltverschmutzung. Vermisst habe ich nur Brot und Käse.

Frage 14: Was würdest du anderen Studierenden empfehlen, die nach China kommen wollen? Aus welchen Fehlern hast du gelernt?

  • Versucht so viel wie möglich zu reisen, es ist billig und man kommt überall hin. Auch allein ist es überhaupt kein Problem, denn man trifft immer freundliche Chinesen, die sich mit einem unterhalten wollen und somit übt man sich nicht nur in der Sprache, sondern lernt auch sehr viel über die lokale Kultur. Stellt Fragen und seid neugierig!

Erfahrungsbericht Zhejiang University of Technology

Erfahrungsbericht von Aya:

Frage 1: Wann warst du in China? Welche Universität hast du besucht? Wie gut war dein Chinesisch zu Beginn des Aufenthalts, bzw. in welchem deutschen Studienabschnitt bist du nach China gegangen?

  • März-Juli 2015
  • Zhejiang University of Technology
  • Mein Chinesisch war auf ca HSK4 Niveau, aber mündlich sehr schlecht
  • 9. Semester

Frage 2: Wie groß war deine Klasse? Wie viele Kommilitonen hattest du?

  • 15

Frage 3: Wie viele Lehrer hattest du? Wie würdest du die Unterrichtsleistung der Lehrer einschätzen?

  • 3

Frage 4: Kannst du uns kurz einen normalen Unterrichtsablauf schildern?

  • Viel Frontalunterricht, hauptsächlich mit Lehrbüchern. Sehr viel auswendig Lernerei. Viele Aufgaben mit Lückentexten und multiple choice Abfragen.

Frage 5: Wie zeitintensiv war dein Kurs in der Vor- und Nachbereitungszeit? Wie oft hast du Prüfungen geschrieben und wie schwer waren diese?

  • Man musste nicht sonderlich viel Lernen um durchzukommen. Eine Stunde pro Tag waren ausreichend, aber hätte man mehr gemacht, wäre man sicher mit einem besseren Ergebnis nach Hause gekommen
  • Vokabeltests alle zwei Wochen
  • Zwischenprüfung
  • Abschlussprüfung

Frage 6: Hast du Lernfortschritte gemerkt? Hast du außerhalb des Unterrichts viel Chinesisch gesprochen?

  • Ja, im Alltag beim Einkaufen, Dinge erledigen

Frage 7: Wie würdest du deinen Sprachkurs insgesamt bewerten? Gab es besonders positive oder negative Aspekte?

  • Wenn man sich nicht von selbst aus bemüht hat Chinesisch zu lernen, bringt der Kurs nicht viel.

Frage 8: Was würdest du Studierenden raten, die nach einer geeigneten Universität in China suchen? Auf was hast du in deiner Universitätswahl besonders geachtet?

  • Hangzhou ist eine schöne Stadt, recht entwickelt und die Distanzen sind nicht so groß wie in Shanghai oder Peking.
  • Der Kurs war relativ günstig im Vergleich zu berühmteren Unis
  • Das Semester fing vergleichsweise spät an

Frage 9: Wo warst du untergebracht? Wie lief deine Wohnungssuche ab? Warst du mit deiner Unterkunft zufrieden?

  • Dorm, recht heruntergekommen aber sehr billig.

Frage 10: Wie hast du deinen Sprachkurs vor Abflug organisiert? Hattest du ein Stipendium? War dein Aufenthalt Teil eines Austauschprogramms oder hast du ihn selbst organisiert?

  • CUCAS

Frage 11: Wie sah dein Alltag außerhalb der Uni aus?

  • Da ich meine BA-Arbeit nebenher geschrieben habe, hatte ich nicht viel Zeit um rumzureisen und viel zu unternehmen.
  • Hangzhou bietet recht viele Möglichkeiten

Frage 12: Als wie hilfreich würdest du den Aufenthalt für dein weiteres Studium in Deutschland bewerten?

  • Ich habe mein Chinesisch verbessern können und denke dass ich durch meine Zeit an einer chinesischen Uni auch in Kontakt mit chinesischen Kommilitonen gekommen bin und auch mehr über Studentenalltag und allgemein über China Wichtiges gelernt habe

Erfahrungsbericht Ningbo University

Erfahrungsbericht von Peter:

Frage 1: Wann warst du in China? Welche Universität hast du besucht? Wie gut war dein Chinesisch zu Beginn des Aufenthalts, bzw. in welchem deutschen Studienabschnitt bist du nach China gegangen?

  • 2009-2011, Ningbo University, nach 6 Semestern, davon 4 Semester mit 8 Wochenstunden, 2 Semester mit 2 Wochenstunden

Frage 2: Wie groß war deine Klasse? Wie viele Kommilitonen hattest du?

  • ca. 15

Frage 3: Wie viele Lehrer hattest du? Wie würdest du die Unterrichtsleistung der Lehrer einschätzen?

  • 4-5 Lehrer, unterschiedliche Qualität

Frage 4: Kannst du uns kurz einen normalen Unterrichtsablauf schildern?

  • Lehrer und Kurse aufgeteilt in Hör- und Leseverständnis, Schreiben, Sprechen und “allgemein”

Frage 5: Wie zeitintensiv war dein Kurs in der Vor- und Nachbereitungszeit? Wie oft hast du Prüfungen geschrieben und wie schwer waren diese?

  • Viele Vokabeltests, Hausaufgaben nicht wenig aber auch nicht übertrieben. Prüfungen am Ende des Semesters, Niveau angemessen.

Frage 6: Hast du Lernfortschritte gemerkt? Hast du außerhalb des Unterrichts viel Chinesisch gesprochen?

  • Lernfortschritte extrem, hauptsächlich durch das sprechen ausserhalb des Unterrichts mit den ganzen schnell gewonnenen chinesischen Freunden.

Frage 7: Wie würdest du deinen Sprachkurs insgesamt bewerten? Gab es besonders positive oder negative Aspekte?

  • Negativ: VR China Propaganda. Ansonsten vernünftiger Sprachunterricht.

Frage 8: Was würdest du Studierenden raten, die nach einer geeigneten Universität in China suchen? Auf was hast du in deiner Universitätswahl besonders geachtet?

  • Sucht euch unbedingt eine Uni in einer kleineren bzw. nicht so internationalen Stadt. Dann ist man gezwungen chinesisch zu sprechen. Und die Chinesen sind dann Ausländer nicht so gewohnt, d.h. man kommt sehr leicht in Kontakt.

Frage 9: Wo warst du untergebracht? Wie lief deine Wohnungssuche ab? Warst du mit deiner Unterkunft zufrieden?

  • Zunächst im (Auslands)Studentenwohnheim. War ok, bin aber später selbst umgezogen, weil die Wohnheime zu teuer waren.

Frage 10: Wie hast du deinen Sprachkurs vor Abflug organisiert? Hattest du ein Stipendium? War dein Aufenthalt Teil eines Austauschprogramms oder hast du ihn selbst organisiert?

  • Per Selbstzahlerstipendium des DAAD. 3 Unis ausgewählt, sie haben mir eine zugeteilt.

Frage 11: Wie sah dein Alltag außerhalb der Uni aus?

  • Viel mit chinesischen Studenten und ein paar gut befreundeten ausl. Studenten unternommen. Von Museumsbesuchen über Shopping bis zu Reisen.

Frage 12: Als wie hilfreich würdest du den Aufenthalt für dein weiteres Studium in Deutschland bewerten?

  • Sehr hilfreich. Nicht wegen des Sprachunterrichts, wegen des neuen Blickwinkels. Und man wird interessierter, da man viele Probleme erlebt hat, nicht nur von ihnen gelesen hat.

Frage 13: Was war dein schönster Moment in China? Was dein schlimmster? Was vermisst du am meisten und was überhaupt nicht?

  • Frühlingsfest in einer chinesischen Familie als Höhepunkt, der Verkehr als schlimmster Moment, jeden Tag.

Frage 14: Was würdest du anderen Studierenden empfehlen, die nach China kommen wollen? Aus welchen Fehlern hast du gelernt?

  • Sucht euch eine Uni die etwas ausserhalb ist und wo nicht so viele Ausländer sind.

Erfahrungsbericht Shandong University

  1. Wann warst du in China? Welche Universität hast du besucht? Wie gut war dein Chinesisch zu Beginn des Aufenthalts, bzw. in welchem deutschen Studienabschnitt bist du nach China gegangen?
  • Ich war für zwei Semester im Jahr 2016 an der Shandong University in Jinan (山东大学,济南)
  • Zu Beginn hatte war mein Level zwischen HSK4 und HSK5.
  • Ich bin fast zum Ende meines Master-Studiums nach China gegangen
  1. Wie groß war deine Klasse? Wie viele Kommilitonen hattest du?
  • Etwa 20 Studenten
  1. Wie viele Lehrer hattest du? Wie würdest du die Unterrichtsleistung der Lehrer einschätzen?
  • Ich hatte acht Lehrer, davon waren sechs wirklich sehr gut und engagiert
  1. Kannst du uns kurz einen normalen Unterrichtsablauf schildern?
  • Erstes Semester: drei Kurse (Der Ablauf variiert sehr stark je nach Kurs und auch Lehrer; zum Teil auch von Woche zu Woche unterschiedlich, sehr variantenreich). Die Kurse waren:
    • 口语课
    • 听力课
    • 精读课
    • HSK 5 Vorbereitungskurs
  • Zweites Semester: vier Kurse (Ablauf variierte auch im zweiten Semester sehr stark je nach Kurs und auch Lehrer)
    • 视听说
    • 读写课
    • 精读课
    • 文化课
    • HSK 6 Vorbereitungskurs
  1. Wie zeitintensiv war dein Kurs in der Vor- und Nachbereitungszeit? Wie oft hast du Prüfungen geschrieben und wie schwer waren diese?
  • Es gab Prüfungen oder Präsentation nahezu jede Woche, dazu Hausaufgaben und freiwillige Vorbereitung für HSK. Vorbereitungszeit kann ich nicht in Stunden festmachen, aber 2 Stunden täglich reichen, wenn man sich nicht zusätzlich auf einen HSK Test vorbereitet. Man kann aber natürlich noch viel mehr machen. Die Schwierigkeit variiert in Abhängigkeit des eigenen Einstiegslevels und in Abhängigkeit davon, wie gut die Kommilitonen sind.
  1. Hast du Lernfortschritte gemerkt? Hast du außerhalb des Unterrichts viel Chinesisch gesprochen?
  • Ich denke, dass ich große Fortschritte in allen Bereichen machen konnte, vor allem aber im Hör- und Leseverstehen.
  • Ja, in Jinan bietet sich dafür sehr oft die Gelegenheit, da nicht so viel Englisch gesprochen wird.
  1. Wie würdest du deinen Sprachkurs insgesamt bewerten? Gab es besonders positive oder negative Aspekte?
  • Auf einer Skala von 1-10 vergebe ich eine 9. Abzug für 文化课, weil es meinen persönlichen Geschmack nicht so getroffen hat. Ganz besonders gut waren 视听说 im zweiten Semester, da dort ausschließlich mit authentischen Materialien gearbeitet wurde.
  1. Was würdest du Studierenden raten, die nach einer geeigneten Universität in China suchen? Auf was hast du in deiner Universitätswahl besonders geachtet?
  • Geht nicht nach Beijing oder Shanghai J Dort ist die Verlockung sehr groß, nur Englisch zu sprechen.
  • Geht nicht in Regionen, in denen ein zu starker Akzent gesprochen wird.
  • Geht nicht zu einem frühen Semester. Man nimmt viel mehr aus dem Auslandsaufenthalt mit, wenn man bereits ein gutes Level hat.
  1. Wo warst du untergebracht? Wie lief deine Wohnungssuche ab? Warst du mit deiner Unterkunft zufrieden?
  • Ich habe in einer WG außerhalb des Campus gewohnt. Die Wohnung haben wir von Kommilitonen übernommen. Ich würde immer empfehlen außerhalb des Campus zu wohnen. Nicht nur, weil in der eigenen Wohnung der Komfort meist höher ist, es ist auch gut für das Lernen der Sprache, wenn man etwas mehr auf sich allein gestellt ist.
  1. Wie hast du deinen Sprachkurs vor Abflug organisiert? Hattest du ein Stipendium? War dein Aufenthalt Teil eines Austauschprogramms oder hast du ihn selbst organisiert?
  • Der Auslandsaufenthalt war ein obligatorischer Teil meines Masters. Deshalb war das viel von der Heimuniversität organisiert und auch an ein Stipendium gebunden.
  1. Wie sah dein Alltag außerhalb der Uni aus?
  • Nicht sehr anders von einem Alltag an einer deutschen Uni.

 

Erfahrungsbericht Beijing University

Erfahrungsbericht von Robin:

Frage 1: Wann warst du in China? Welche Universität hast du besucht? Wie gut war dein Chinesisch zu Beginn des Aufenthalts, bzw. in welchem deutschen Studienabschnitt bist du nach China gegangen?

  • 2012/2013 an der Beijing Universität. Mein Chinesisch war auf HSK 2-3 im 3. Semester

Frage 2: Wie groß war deine Klasse? Wie viele Kommilitonen hattest du?

  • 9 Studenten

Frage 3: Wie viele Lehrer hattest du? Wie würdest du die Unterrichtsleistung der Lehrer einschätzen?

  • 3 Lehrer, der Unterricht war gut strukturiert, aber es war leider zu wenig Unterricht.

Frage 4: Wie zeitintensiv war dein Kurs in der Vor- und Nachbereitungszeit? Wie oft hast du Prüfungen geschrieben und wie schwer waren diese?

  • Kaum Vorbereitung. Es gab Mid-term Examen und Abschlussexamen.

Frage 5: Hast du Lernfortschritte gemerkt? Hast du außerhalb des Unterrichts viel Chinesisch gesprochen?

  • Außerhalb des Unterrichts habe ich viel Chinesisch gesprochen, Lernfortschritte wurde hauptsächlich außerhalb des Unterrichts erzielt.

Frage 6: Wie würdest du deinen Sprachkurs insgesamt bewerten? Gab es besonders positive oder negative Aspekte?

  • Er war ok. Die Lehrer waren sehr ambitioniert, aber es war leider nicht genug Unterricht

Frage 7: Was würdest du Studierenden raten, die nach einer geeigneten Universität in China suchen? Auf was hast du in deiner Universitätswahl besonders geachtet?

  • Ich habe mich leider ganz auf die Uni verlassen, die uns beim Organisieren geholfen hatte. Hätte ich heute nochmal die Chance, würde ich nicht mehr an die Beida gehen (auch wenn das Prestige sehr hoch ist), sondern mir eine Uni im Landesinneren suchen (Gansu, Qinghai, Shaanxi, Shanxi, Innere Mongolei, Hebei, Henan, Shandong oder Nordostchina) da die Kosten dort nicht immens hoch sind und man wesentlich stärker darauf angewiesen ist Chinesisch zu sprechen.

Frage 8: Wo warst du untergebracht? Wie lief deine Wohnungssuche ab? Warst du mit deiner Unterkunft zufrieden?

  • Ich habe in einer WG gewohnt und war unzufrieden. Die Wohnung war alt und schimmelig und hat eine Schweinegeld gekostet

Frage 9: Wie hast du deinen Sprachkurs vor Abflug organisiert? Hattest du ein Stipendium? War dein Aufenthalt Teil eines Austauschprogramms oder hast du ihn selbst organisiert?

  • Austauschprogramm

Frage 10: Wie sah dein Alltag außerhalb der Uni aus?

  • Viel entdecken, mit Menschen reden, in die Kultur eintauchen und spüren

Frage 11: Als wie hilfreich würdest du den Aufenthalt für dein weiteres Studium in Deutschland bewerten?

  • Sehr hilfreich

Frage 12: Was war dein schönster Moment in China? Was dein schlimmster? Was vermisst du am meisten und was überhaupt nicht?

  • Der schönste Moment war ein Sonnenaufgang in der Steppe der Inneren Mongolei. Der schlimmste war die Toilette am Straßenrand 😀 Ich habe (echtes) Weihnachten und Brot vermisst

Frage 13: Was würdest du anderen Studierenden empfehlen, die nach China kommen wollen? Aus welchen Fehlern hast du gelernt?

  • Frühzeitig alles in die Wege leiten und sich nicht verrückt machen (lassen). Wenn möglich nicht zu sehr mit “Freunden” abhängen, sondern Chinesen suchen und mit denen zusammen etwas machen.

Erfahrungsbericht Capital Normal University

Erfahrungsbericht von Axel:

Frage 1: Wann warst du in China? Welche Universität hast du besucht? Wie gut war dein Chinesisch zu Beginn des Aufenthalts, bzw. in welchem deutschen Studienabschnitt bist du nach China gegangen?

  • 2011, Capital Normal University Beijing, 4 Semester Chinesisch (-> in vielen Bereichen konversationssicher), 5. Semester Auslandsstudium im Rahmen des Studiengangs Angewandte Wirtschaftssprachen und Intl. Unternehmensführung an der HS Bremen

Frage 2: Wie groß war deine Klasse? Wie viele Kommilitonen hattest du?

  • 7

Frage 3: Wie viele Lehrer hattest du? Wie würdest du die Unterrichtsleistung der Lehrer einschätzen?

  • 3, sehr gut

Frage 4: Kannst du uns kurz einen normalen Unterrichtsablauf schildern?

  • “Alltags”-Chinesisch, Oral-Chinese, Wirtschaftschinesisch; Bearbeitung von Texten->Erläuterung neuer Vokabeln->Grammatik; Es wurden regelmäßig Diktate durchgeführt

Frage 5: Wie zeitintensiv war dein Kurs in der Vor- und Nachbereitungszeit? Wie oft hast du Prüfungen geschrieben und wie schwer waren diese?

  • Aufgrund von ausgiebigen Hausaufgaben und regelmäßigen Diktaten sehr intensiv, 4 Prüfungen in 4 Monaten

Frage 6: Hast du Lernfortschritte gemerkt? Hast du außerhalb des Unterrichts viel Chinesisch gesprochen?

  • Große Lernfortschritte, ja

Frage 7: Wie würdest du deinen Sprachkurs insgesamt bewerten? Gab es besonders positive oder negative Aspekte?

  • Sehr gut, lernintensiv aber sehr lehrreich

Frage 8: Was würdest du Studierenden raten, die nach einer geeigneten Universität in China suchen? Auf was hast du in deiner Universitätswahl besonders geachtet?

  • Stundenplan und persönlich wollte ich gerne nach Beijing

Frage 9: Wo warst du untergebracht? Wie lief deine Wohnungssuche ab? Warst du mit deiner Unterkunft zufrieden?

  • Studentenwohnheim auf dem intl. Campus, sehr zufrieden

Frage 10: Wie hast du deinen Sprachkurs vor Abflug organisiert? Hattest du ein Stipendium? War dein Aufenthalt Teil eines Austauschprogramms oder hast du ihn selbst organisiert?

  • Teil meines Studiums, Organisation ging größtenteils über die Hochschule, Formulare für Visa etc. wurden uns von der HS zur Verfügung gestellt

Frage 11: Wie sah dein Alltag außerhalb der Uni aus?

  • Unternehmungen (Sightseeing etc.) mit anderen intl. und einheimischen Studenten

Frage 12: Als wie hilfreich würdest du den Aufenthalt für dein weiteres Studium in Deutschland bewerten?

  • Sehr hilfreich, da das 7. und 8. Semester in Deutschland sehr anspruchsvoll war

Frage 13: Was war dein schönster Moment in China? Was dein schlimmster? Was vermisst du am meisten und was überhaupt nicht?

  • Zahlreiche schöne Momente, die Kultur einfach leben und nicht nur in Büchern nachlesen.

Frage 14: Was würdest du anderen Studierenden empfehlen, die nach China kommen wollen? Aus welchen Fehlern hast du gelernt?

  • Auf die chinesische Kultur einlassen, viel unternehmen, netzwerken. Mehr Chinesisch außerhalb des Studiums sprechen.

Erfahrungsbericht Fudan University

Erfahrungsbericht Tatjana:

Frage 1: Wann warst du in China? Welche Universität hast du besucht? Wie gut war dein Chinesisch zu Beginn des Aufenthalts, bzw. in welchem deutschen Studienabschnitt bist du nach China gegangen?

  • Ich bin nach dem vierten Semester meines Bachelors ins Ausland gegangen, das war im Wintersemester 2014/2015. Im Rahmen meines Bachelors hatte ich also Chinesisch Grund- und Mittelstufe abgeschlossen. Gelandet bin ich in China schließlich an der Fudan-Universität in Shanghai.

Frage 2: Wie groß war deine Klasse? Wie viele Kommilitonen hattest du?

  • Meine Klasse bestand aus ca. 15 Studierenden, was ich von der Gruppengröße super fand! Klein genug um regelmäßig zu sprechen und alle zu kennen, aber auch groß genug um mal den Kopf einzuziehen 😉

Frage 3: Wie viele Lehrer hattest du? Wie würdest du die Unterrichtsleistung der Lehrer einschätzen?

  • Wir hatten eine Klassenlehrerin, die uns täglich unterrichtet hat und dann noch Lehrkräfte für Hörverstehen, Mündlichen Ausdruck, Schreiben und Leseverständnis. Die Leistung war dabei je nach Persönlichkeit unterschiedlich, unterm Strich aber positiv zu beurteilen. Ausreißer gab es zwar immer mal bei etwas antiquierten Unterrichtsmethoden, aber im Großen und Ganzen haben sich alle bemüht den Unterricht sowohl lernintensiv als auch abwechslungsreich zu gestalten.

Frage 4: Kannst du uns kurz einen normalen Unterrichtsablauf schildern?

  • Mit unserer Klassenlehrerin sind wir ein ausführliches Lehrbuch durchgegangen, das heißt ein oder zwei Sätze wurde von einem Studierenden vorgelesen und dann hatte unsere Lehrerin grammatikalische Besonderheiten oder neue Wörter in einer Power Point Präsentation vorbereitet. Die haben wir dann diskutiert, manchmal auch ein paar Übungen aus dem Übungsteil des Buches gemacht und dann ging es weiter. In den anderen Kursstunden gab es aber auch andere Methoden. Ganz schrecklich fand ich persönlich im Hörverstehen-Kurs Diktate an der Tafel und das Auswendiglernen ganzer Texte. Abwechslungsreich war dagegen der Kurs zum mündlichen Ausdruck, da haben wir oft spontan Präsentationen gehalten oder auch der Schreibkurs, in dem ich endlich mal gelernt habe eine chinesische Bewerbung zu schreiben.

Frage 5: Wie zeitintensiv war dein Kurs in der Vor- und Nachbereitungszeit? Wie oft hast du Prüfungen geschrieben und wie schwer waren diese?

  • Ich fand den Kurs anfangs sehr aufwendig in der Vor- und Nachbereitung, vor allem da wir regelmäßig selbst Texte schreiben mussten. Dieses „Produzieren“ von freien Texten war ich aus dem Bachelor nicht gewöhnt. Mit der Zeit hat sich das allerdings eingependelt. Dennoch würde ich sagen, dass ich täglich ein bis zwei Stunden die Kurse vor- und nachbereitet habe. Prüfungen hatten wir zweimal im Semester, da man in einem Semester auch zwei Kursstufen durchläuft. Die haben durchaus Lernaufwand erfordert, wenn man sich vorbereitet hatte war ein gutes Abschneiden aber kein Problem.

Frage 6: Hast du Lernfortschritte gemerkt? Hast du außerhalb des Unterrichts viel Chinesisch gesprochen?

  • Auf jeden Fall! Vor allem im Hörverstehen und eigenem Ausdruck habe ich meine Fortschritte schnell gemerkt. Aber auch in allen anderen Bereichen hat sich der regelmäßige Umgang mit der Sprache schnell bemerkbar gemacht. Außerhalb des Unterrichts habe ich natürlich zum einen bei allen Alltagstätigkeiten wie Einkaufen, Behördengänge etc. Chinesisch gesprochen, zum anderen haben mich aber auch muttersprachliche Freunde immer wieder zum Chinesisch Sprechen gezwungen – die beste Übung! 😉

Frage 7: Wie würdest du deinen Sprachkurs insgesamt bewerten? Gab es besonders positive oder negative Aspekte?

  • Insgesamt war ich mit dem Sprachkurs an der Fudan-Universität sehr zufrieden. Der Anspruch war hoch genug um mich zu fordern, die Lerninhalte alle aufeinander abgestimmt und ich habe schnell Fortschritte gemerkt, was mich motiviert hat. Besonders positiv fand ich das auch Wert auf die Gruppendynamik der Klasse gelegt wurde und wir zum Beispiel zusammen Ausflüge gemacht haben. Außerdem waren unsere Lehrkräfte alle sehr bemüht und standen auch bei persönlichen oder praktischen Problemen vor Ort mit Rat und Tat zur Seite. Genervt haben mich dagegen manchmal die antiquierten Unterrichtsmethoden: Tafeldiktate und Auswendiglernen, damit konnte ich mich nicht anfreunden.

Frage 8: Was würdest du Studierenden raten, die nach einer geeigneten Universität in China suchen? Auf was hast du in deiner Universitätswahl besonders geachtet?

  • Ganz alleine aussuchen konnte ich mir meine Uni nicht, da ich mit einem Stipendium des CSC vermittelt über den DAAD dort war. Bei der Bewerbung konnte ich eine Prioritätenliste von drei Universitäten angeben. Bei der Auswahl dieser habe ich mich vor allem an Erfahrungsberichten anderer Studierender orientiert. Dass ich meine Erstwahl dann tatsächlich bekommen habe war dann umso schöner.

Frage 9: Wo warst du untergebracht? Wie lief deine Wohnungssuche ab? Warst du mit deiner Unterkunft zufrieden?

  • Da mein Stipendium die Unterbringung nicht abgedeckt hatte, musste ich mich selbst darum kümmern. In Deutschland war ich noch super entspannt, ich habe für die erste Woche in China ein Hostel gebucht und dann vor Ort losgelegt. Angebote habe ich mir auf smartshanghai.com angesehen und dann war tatsächlich auch gleich die erste Besichtigung ein Treffer. Zusammen mit meinem Freund bin ich in ein kleines 2-Zimmer Apartment gezogen, das nur 2min von einer Metro-Station der Linie 2 entfernt lag, jede Menge kleiner Restaurants und Supermärkte direkt um die Ecke hatte und dazu noch bezahlbar war – ein absoluter Glücksgriff! Am Ende mochte ich die Wohnung so sehr, dass ich gar nicht mehr ausziehen wollte

Frage 10: Wie hast du deinen Sprachkurs vor Abflug organisiert? Hattest du ein Stipendium? War dein Aufenthalt Teil eines Austauschprogramms oder hast du ihn selbst organisiert?

  • Mein Sprachkurs war nicht Teil eines Austauschprogrammes meiner Heimatuniversität, sondern wie bereits erwähnt über ein Teilstipendium des China Scholarship Council, welches über den DAAD vermittelt wurde, organisiert. Das heißt ich habe mich ca. ein dreiviertel Jahr vor der Abreise direkt beim DAAD beworben, wo ich ein Motivationsschreiben, zwei Empfehlungsschreiben und eine Wunschliste der Universitäten eingereicht habe. Bescheid bekommen habe ich allerdings erst sehr spät, ca. zwei Monate vor Beginn des Semesters im Ausland.

Frage 11: Wie sah dein Alltag außerhalb der Uni aus?

  • Außerhalb der Uni war mein Alltag dem in Deutschland sehr ähnlich. Mittagessen und Unternehmungen mit meinen Kommilitonen, Erledigungen für die Uni, Treffen mit meiner Tandempartnerin etc. Die Wochenenden habe ich in der Regel mit meinen chinesischen Freunden, die unter der Woche beruflich eingespannt waren und mit meinem Freund verbracht. Der größte Unterschied zu meinem Leben in Deutschland war, dass man öfter ein paar Tage verreist ist und die fremde Stadt natürlich erkundet werden will. Oft hatte ich gar nicht das Bedürfnis die Wochenenden zum Reisen zu nutzen, da Shanghai was Essen und Kultur angeht, unglaublich viele Möglichkeiten bietet seine Freizeit zu gestalten.

Frage 12: Als wie hilfreich würdest du den Aufenthalt für dein weiteres Studium in Deutschland bewerten?

  • Da meine Kurse an der Universität reine Sprachkurse waren, habe ich mich fachlich nicht wirklich weiterentwickelt. Die inhaltliche Auseinandersetzung hat mir nach einem Semester ganz schön gefehlt und ich war froh in dieser Hinsicht in den deutschen Kursen wieder gefordert zu werden. Der Sprachkurs war dagegen super nötig! Sich eine Zeit lang ganz auf die Sprache zu konzentrieren und sowohl inner- als auch außerhalb des Unterrichtes ständig damit konfrontiert zu sein, schafft einfach ein anderes Lernumfeld. Ich denke, wenn man eine Sprache richtig lernen will ist ein Aufenthalt im jeweiligen Land zu irgendeinem Zeitpunkt unumgänglich.

Frage 13: Was war dein schönster Moment in China? Was dein schlimmster? Was vermisst du am meisten und was überhaupt nicht?

  • Oh je… schwierige Frage! Der schlimmste Moment war vermutlich der schriftliche Einstufungstest am Anfang, bei dem ich mit der Gesamtsituation so überfordert war, dass mein Ergebnis hinter meinem Können zurückblieb. Da die schriftlichen Ergebnisse aber noch einmal im mündlichen Gespräch überprüft wurden, kam ich letztendlich doch in den richtigen Kurs. Schöne Momente gab es dagegen zahlreiche, da kann ich mich gar nicht festlegen. Mit Blick auf die Sprachkompetenz war einer meine Aha-Momente als ich im Taxi saß und plötzlich ohne aktives Zuhören die Radiosendung verstanden habe. Die schönsten Momente haben mir aber auch meine Freunde vor Ort beschert, zum Beispiel eine enge chinesische Freundin, die ein Weihnachtsfest für uns ausgerichtet hat, damit das Heimweh nicht zu groß ist. Zurück in Deutschland hatte ich anfangs ziemliche Eingewöhnungsschwierigkeiten und habe meine Freunde, den Trubel auf den Straßen, unsere Marktfrau, die uns immer jede Menge Gemüse gratis gegeben hat, das abendliche Karaoke singen vor unserem Haus und die Möglichkeit an jeder Ecke bezahlbares und leckeres Essen zu finden vermisst. Kein bisschen gefehlt hat mir dagegen die Family Mart Begrüßungsmelodie…

Frage 14: Was würdest du anderen Studierenden empfehlen, die nach China kommen wollen? Aus welchen Fehlern hast du gelernt?

  • Zuerst einmal das Wichtigste: Geht nach China! Für ein gutes und sicheres Sprachniveau führt kein Weg an einem Aufenthalt im Land vorbei! Und wenn ihr dort seid habt keine Hemmungen alles und jeden zuzuquatschen, die meisten Menschen werden sich gerne mit euch unterhalten. Große Fehler habe ich zugegebenermaßen rückblickend gar nicht auf dem Schirm, außer vielleicht sich zu viele Gedanken zu machen. Genießt die Zeit einfach, die Unbeschwertheit in der man im Auslandssemester lebt bekommt man so schnell nicht wieder 😉

Erfahrungsbericht Tongji University (2)

Erfahrungsbericht von Niklas:

Frage 1: Wann warst du in China? Welche Universität hast du besucht? Wie gut war dein Chinesisch zu Beginn des Aufenthalts, bzw. in welchem deutschen Studienabschnitt bist du nach China gegangen?

  • WS 2013/14, Tongji, Shanghai; ca B2, nach 3 Jahren RUB Sprachkursen

Frage 2: Wie groß war deine Klasse? Wie viele Kommilitonen hattest du?

  • ca. 20

Frage 3: Wie viele Lehrer hattest du? Wie würdest du die Unterrichtsleistung der Lehrer einschätzen?

  • 5

Frage 4: Kannst du uns kurz einen normalen Unterrichtsablauf schildern?

  • Kurse in internationalen Beziehungen und zu politischer Ideengeschichte, ca. 15 Wochenstunden

Frage 5: Wie zeitintensiv war dein Kurs in der Vor- und Nachbereitungszeit? Wie oft hast du Prüfungen geschrieben und wie schwer waren diese?

  • Mittel bis sehr aufwändig. An drei von fünf Prüfungen teilgenommen, von zweien zurückgezogen weil zu hohe Anforderungen.

Frage 6: Hast du Lernfortschritte gemerkt? Hast du außerhalb des Unterrichts viel Chinesisch gesprochen?

  • Großer Fortschritt. Gerade wegen normalem Unterricht auf Chinesisch viel nützliches Vokabular gelernt.

Frage 7: Wie würdest du deinen Sprachkurs insgesamt bewerten? Gab es besonders positive oder negative Aspekte?

  • Sprachkurs der Fakultät für Sozialwissenschaften mit recht hohem Niveau (Literatur)

Frage 8: Was würdest du Studierenden raten, die nach einer geeigneten Universität in China suchen? Auf was hast du in deiner Universitätswahl besonders geachtet?

  • (Leider) lediglich an bestehenden Uni Partnerschaften orientiert

Frage 9: Wo warst du untergebracht? Wie lief deine Wohnungssuche ab? Warst du mit deiner Unterkunft zufrieden?

  • Ausländerwohnheim, als Teil des Stipendiums. Gut, ähnlich Hotel. Betreuung nicht so gut.

Frage 10: Wie hast du deinen Sprachkurs vor Abflug organisiert? Hattest du ein Stipendium? War dein Aufenthalt Teil eines Austauschprogramms oder hast du ihn selbst organisiert?

  • Organisation über Tongji Kurssystem. Kontakt über International Office, allerdings schwach, DAAD Promos Stipendium sehr einfach zu beantragen!

Frage 11: Wie sah dein Alltag außerhalb der Uni aus?

  • Viel Unterricht, Suche nach chinesischen Quellen zu BA-Themen. Leben fast ausschließlich mit ausländischen Kommilitonen. Einige wenige, oberflächliche chinesische “Kursfreunde”.

Frage 12: Als wie hilfreich würdest du den Aufenthalt für dein weiteres Studium in Deutschland bewerten?

  • Sehr hilfreich, sachbezogen (v. A. das Fach Wirtschaft und Politik Asiens)

Frage 13: Was würdest du anderen Studierenden empfehlen, die nach China kommen wollen? Aus welchen Fehlern hast du gelernt?

  • Keine Angst vor chinesischem Fachunterricht – man lernt viel, auch wenn es Frontalunterricht ist.

Erfahrungsbericht Tongji University (1)

Erfahrungsbericht von Lenard:

Frage 1: Wann warst du in China? Welche Universität hast du besucht? Wie gut war dein Chinesisch zu Beginn des Aufenthalts, bzw. in welchem deutschen Studienabschnitt bist du nach China gegangen?

  • Ich war an der Tongji University Shanghai. Mein Chinesisch lag zwischen HSK 3 und 4 und ich hatte noch nie Frontalunterricht auf Chinesisch. Ich kannte einige spezielle Vokabeln und Ausdrücken, dennoch fehlten die Grundlagen.

Frage 2: Wie groß war deine Klasse? Wie viele Kommilitonen hattest du?

  • Die Klasse bestand aus ca. 20 Leuten aus unterschiedlichen Ländern.

Frage 3: Wie viele Lehrer hattest du? Wie würdest du die Unterrichtsleistung der Lehrer einschätzen?

  • Ich hatte drei unterschiedliche Lehrer und die Qualität der Lehre war extrem unterschiedlichen. Die Lehrerin meines Hauptkurses war Chinesin, sprach keine weiteren Sprachen und war selbst Studentin. Sie war keine ausgebildete Lehrerin. Meine Lehrerin im Hörverstehen war hingegen wesentlich älter und hatte viel Erfahrung mit Studenten gesammelt; ihr Unterricht war wesentlich besser.

Frage 4: Kannst du uns kurz einen normalen Unterrichtsablauf schildern?

  • Diktat, Vokabel und den Text der Lektion im Chor aufsagen, Erklärungen von neuen Inhalten, Übungen

Frage 5: Wie zeitintensiv war dein Kurs in der Vor- und Nachbereitungszeit? Wie oft hast du Prüfungen geschrieben und wie schwer waren diese?

  • Diktate 2-3x/ Woche / Große Midterm Klausuren und Abschlussklausuren am Ende. Aufgrund meiner Lücken im Wortschatz (Beispiel: Nomen, Verb, Adjektiv) war die Vor- und Nachbearbeitungszeit jeweils sehr intensiv. Für alle drei Kurse ca. 2-3 Stunden pro Tag.

Frage 6: Hast du Lernfortschritte gemerkt? Hast du außerhalb des Unterrichts viel Chinesisch gesprochen?

  • Lernfortschritte habe ich vor allem im Hörverständnis und der Aussprache gemerkt. Außerhalb des Unterrichts habe ich leider wenig Chinesisch gesprochen, da die Universität Studenten nach Staaten sortiert hat. Der Kontakt zu den einheimischen Studenten wurde sehr durch die Tatsache erschwert, dass man keine gemeinsamen Kurse belegen konnte.

Frage 7: Wie würdest du deinen Sprachkurs insgesamt bewerten? Gab es besonders positive oder negative Aspekte?

  • Auf einer Skala von 1-10 (schlecht bis gut) bei 5. Die Bewertung fällt mir sehr schwer da es besonders gute und besonders schlechte Kurse gab.

Frage 8: Was würdest du Studierenden raten, die nach einer geeigneten Universität in China suchen? Auf was hast du in deiner Universitätswahl besonders geachtet?

  • Die Tongji University ist eine Partner-Universität der Ruhr-Uni, daher wurde ich seitens der RUB unterstützt. Dennoch würde ich im Rückblick eine andere Universität wählen.

Frage 9: Wo warst du untergebracht? Wie lief deine Wohnungssuche ab? Warst du mit deiner Unterkunft zufrieden?

  • Studentenwohnheim. Schmutziger 7qm Raum mit einem Mitbewohner. Der Platz im Wohnheim wurde mir gestellt und obwohl der Raum nicht optimal war, hatte ich großes Glück mit meinem Mitbewohner. Nach einer Phase der Eingewöhnung war ich zufrieden.

Frage 10: Wie hast du deinen Sprachkurs vor Abflug organisiert? Hattest du ein Stipendium? War dein Aufenthalt Teil eines Austauschprogramms oder hast du ihn selbst organisiert?

  • Ich hatte das PROMOS-Stipendium und der Aufenthalt war Teil einer Kooperation zwischen den Universitäten

Frage 11: Wie sah dein Alltag außerhalb der Uni aus?

  • Lernen, Sport, Abendprogramm

Frage 12: Als wie hilfreich würdest du den Aufenthalt für dein weiteres Studium in Deutschland bewerten?

  • Grundsätzlich sehr hilfreich in Bezug auf Sprache und Persönlichkeitsentwicklung. Fachspezifisch überhaupt nicht hilfreich.

Frage 13: Was war dein schönster Moment in China? Was dein schlimmster? Was vermisst du am meisten und was überhaupt nicht?

  • Ich habe Freunde fürs Leben kennengelernt und konnte viel reisen. Die schlimmsten Momente waren die in denen ich Rassismus und Ignoranz erlebt habe. Am meisten vermisse ich meine Freunde die am anderen Ende der Welt leben.

Frage 14: Was würdest du anderen Studierenden empfehlen, die nach China kommen wollen? Aus welchen Fehlern hast du gelernt?

  • Sucht den Fehler nicht immer bei euch. Es gibt Leute die einen nicht verstehen wollen, “Der Ausländer kann so oder so kein Chinesisch”.